So funktioniert Kommunikation – Strategie zur EU-Wahl der PIRATEN

KOMMUNIKATIONSZIEL FÜR DIE UMSETZUNGS-MASSNAHME ‚PLAKAT’

In den letzten Tagen ging es wieder los. Vorbereitende Überlegungen zur EU-Wahlplakat-Aktionen. Ich habe nachfolgend alle erarbeitenden Informationen zusammengestellt:

Lime Survey Umfrage, Input zur Zielgruppe und Behauptung von Robert Stein-Holzheim und eigene Vorgehensweise aus eigenen Projekterfahrungen.

Würde mich freuen, wenn es für die weitere Diskussion zur Entscheidung, welche Plakate zur EU-Wahl die kommunikativ stärksten sind.

1. AUSGANGSLAGE

1.1.  Wir müssen den %-Hebel für den EU-Wahlkampf umlegen

1.2.  Lime-Survey-Umfrage mit 2344 Teilnehmern[1] 
Die Themen für den Europawahlkampf stehen damit fest:

  • Demokratie-Upgrade[2]
  • Asylpolitik und Migration
  • Bürgerrechte & Innenpolitik

1.3.  Restriktionen

  • Niemand außerhalb der Filterbubble wählt die Piraten für ihre Themen: Asylpolitik und Migration, Bürgerrechte und Innenpolitik
  • Auch ‚Mehr Demokratie‘ ist kein thematischer Schwerpunkt[3], sondern ein struktureller Nutzen in der Veränderung der Rahmenbedingungen.

1.4.  Zielgruppe: Potentielle Wähler und Wählerinnen

1.4.1.     Outside our Filterbubble
Piraten stellen sich folgende Frage: Was ist los mit der EU-Wahl für den Bürger?

1.4.1.1.         Europamüdigkeit oder Misstrauen gegenüber den EU-Institutionen

Niemand traut den fernen Mauscheleien in Brüssel.
„Was man da alles so hört … die machen wohl, was sie wollen oder gar nix, und kriegen noch Riesen-Knete dafür. Außerdem ist die halbe Bagage wahrscheinlich von Lobbyisten gekauft.“

Dieses angebliche Europa-Misstrauen meint eigentlich die undurchsichtigen EU-Institutionen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/umfrage-buerger-misstrauen-europaeischer-krisenpolitik-a-933947.html

http://www.dw.de/europ%C3%A4er-misstrauen-europa/a-16774395

http://www.sueddeutsche.de/politik/umfrage-zu-europa-skepsis-immer-weniger-buerger-vertrauen-der-eu-1.1658483

1.4.1.2.         Zitat: „Das EU-Parlament und die EU-Kommission sind die beiden Institutionen, denen die Deutschen am wenigsten vertrauen.“

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/09/55645/

2.     DARAUS ERGIBT SICH FOLGENDES  STRATEGISCHES KOMMUNIKATIONSZIEL

2.1.  Behauptung

Transparenz in der EU ist nur mit Piraten möglich

Unterthemen wie TTIP, Asyl, Europa der Regionen, mehr Demokratie etc., hängen alle organisch an der Hauptforderung dran. Siehe Erläuterung von Chunking[1]

2.2.  Begründung

  • Auch damals im Höhenflug wählten die BürgerInnen uns, weil die Piraten die einzigen waren, die glaubhaft unbestechlich gegen das Establishment aufstanden und mehr Transparenz in Bezug auf die undurchsichtigen Machenschaften der Mächtigen versprachen.
  • Unser Nutzen für die Gesellschaft ist nicht, dass wir ein tolles Programm haben (das braucht es auch!), sondern unser Nutzen für die Gesellschaft ist STRUKTURELLER Natur.

2.3.  ‚Reason Why’ (= Beweis für ein gemachtes Nutzenversprechen)

Wir sind aufrichtig anders als die Etablierten

  • Wir sind in Bezug auf dieses Thema 100% glaubwürdig
  • Das weiß jeder BürgerIn: „Eine (EU-)Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“
    Wir, die Piraten aber – sind keine Krähen!
  • CDUSPDFDPGRÜNE wählen bedeutet nur die Verlängerung des Bestehenden
  • Obwohl oder gerade weil wir als chaotisch und als Unruhestifter gelten, trauen uns die Bürger diese Position zu.

Ist dies ein Alleinstellungsmerkmal bei den antretenden Parteien zur EU-Wahl?

Aus Kreisen der AfD ist bekannt, dass sie eine nicht unähnliche Positionierung für den EU-Wahlkampf anstreben. Die AfD sagt laut, was bei den EU Institutionen, bei ESM, beim Euro-Krisenmanagement etc. alles falsch läuft.

3.     MASSNAHME ‚PLAKAT ZUR EU-WAHL 2014’

Kommunikationsinhalt 

Piraten Kampagne für EU-Wahl mit EINER Kernbotschaft:
Transparenz in der EU nur mit Piraten!

Zielgruppenbeschreibung

  • Potentielle WählerInnen der Piratenpartei Deutschland
  • Auch für Menschen, die ‚sonst nicht‘ Piraten wählen (!)

3.1.  AIDA angewandt für ein EU-WAHLPLAKAT DER PIRATEN

AIDA ist ein Akronym für ein Werbewirkungs-Prinzip. Es steht für die englischen Begriffe Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Wunsch) und Action (Tätigkeit). Das Stufenmodell enthält vier Phasen, welche der Kunde durchlaufen soll und die letztlich zu dessen Kaufentscheidung führen sollen. Die vier Phasen werden als gleich wichtig angesehen, können sich allerdings überschneiden. Das Akronym AIDA setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Phasen zusammen:

Attention Die Aufmerksamkeit des Kunden wird angeregt.

Interest Er interessiert sich für das Produkt. Das Interesse des Kunden wird erregt.

Desire Der Wunsch nach dem Produkt wird geweckt. Der Besitzwunsch wird ausgelöst.

Action Der Kunde kauft das Produkt (möglicherweise).

A = Attention

Stufe A soll Aufmerksamkeit erregen. In der werblichen Anwendung kann dies bildlich, textlich oder wörtlich geschehen. Angewendet auf ein Werbeplakat, wird die Aufmerksamkeit des Betrachter zum Beispiel durch ein Bild oder Wort-Bild erregt (= Blickfangfunktion).

Bild von verschiedenen Zielgruppentypen
Ziel ist die Identifikation: Die verschiedenen Bilder der Zielgruppen sprechen die verschiedenen Gruppen in der deutschen Gesellschaft an.

  • Oma/Opa
  • ‚68/Althippy
  • Kiffer
  • Manager
  • Künstler/Musiker
  • Spießer/Normalo
  • Techno/Dancer
  • Yuppy
  • Migrant
  • Computer Nerd
  • Intellektuelle
  • Mutter/Vater
  • Jugendliche

I = Interest
In der nächsten Stufe wird sein Interesse für das zu bewerbende Produkt geweckt, weil ein knackiger Text in Kombination mit dem Bild etwas verspricht (Bild-Text-Kombination). Beispiel: Cremedose + Fotomodell (Fotos) = Das Modell benutzt die Creme und ist deshalb erfolgreich (Text).

Headline

Ich will mehr Transparenz für Europa

D = Desire

In der dritten Stufe D muss der Besitzwunsch geweckt werden, indem man dem Käufer klar macht, nicht nur das Model sieht mit der Creme sexy und erfolgreich aus, nein, der Käufer selbst wird damit ein erfolgreicher Mensch.

Logo PIRATEN und Subline für alle Zielgruppenbilder

Transparenz für Europa nur mit Piraten

A = Action

In der letzten Stufe muss eine konkrete Handlung provoziert werden. Dies geschieht oft mit Zusatzinformationen, also zum Beispiel mit einer Internetadresse, die der Kunde sofort anwählen kann, um das Produkt zu erwerben.

Subline für alle Zielgruppenbilder

Ich wähle diesmal Piraten.

3.2.  Erstes Scribble

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[1] Zusammenfassung der Lime-Survey-Umfrage http://vorstand.piratenpartei.de/2014/01/21/unsere-themen-im-europawahlkampf/

[2] Aus der Zusammenfassung der Lime-Survey-Umfrage:
Auf Rang eins hat das Thema den größten Abstand in der gesamten Umfrage und 146 Stimmen / 7% Vorsprung auf das zweitplatzierte Thema. Viel eindeutiger hätten wir es uns nicht wünschen können. Das Thema “Demokratie-Upgrade” entstand aus dem Gedanken, dass Abkommen wie TTIP in einem wirklich demokratischen Europa nicht möglich sein dürfen.“

[3] Aus der Zusammenfassung der Lime-Survey-Umfrage:
Unser Fokus bei diesem Thema liegt darum darauf, mehr Transparenz in die Strukturen der EU und mehr Mitbestimmung durch die Bürger einzufordern.“

[4] Robert Stein-Holzheim Video zum Thema Chunking, youtube ….

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PIRATEN 2013: Vergiss die Vollkommenheit und strebe nach Veränderung

Piratengedanken

Mach mit beim Piratenwahlkampf 2013

Der nächste logische Handlungsschritt in der Wahlkampfvorbereitung 2013 ist Ideen zu bündeln und eine externe Kommunikationsstratgie auszuarbeiten, die das Handeln der PIRATEN dem Bürger rüberbringt. Und das passiert bereits: Hier eine Aktion zum Wahlkampf der PIRATENPartei.

Genauso notwendig ist eine interne Kommunikationsstrategie, um in der BundestagsWahl 2013 handlungsfähig zu sein.

Diese beginnt damit nach innen zu hören und zu lesen. Sie verschafft sich Erkenntnisse darüber, wo die PIRATEN gerade stehen. Was ist das Selbstverständnis (Werte) der PIRATEN und wie ist die augenblickliche interne Stimmung?

Drei Artikel stellvertretend für meine persönlichen Beobachtungen

Wolfgang_Gründinger_Meine_kleine_VolksparteiWolfgang Gründiger: Er bringt seinen Eindruck zur Partei ganz gut auf den Punkt. Ich glaube auch, dass die Aussage „Bei meinem Flirt mit den Piraten habe ich viel gelernt“ bereits heute für mich stimmig ist. Sein emotionales Erleben als Neuankömmling bei der PIRATENPartei kann ich zwar auch bestätigen, aber anders als er, kann ich von ein paar sehr positiven Begegnungen mit den PIRATEN berichten, in denen ich spontane und freundliche Wertschätzung als Neuankömmling erfahren habe.

Sascha_Lobo

Auch bringt es Lobo sehr schön auf den Punkt: „Ein Amt in der Piratenpartei erfordert die Aufgabe der eigenen politischen Meinung. Diesen Zwiespalt und den Druck hält nicht jeder aus – Schwarmlobbying und Schwarmmobbing liegen dicht beieinander.“ Das ist allerdings eine Tatsache, die ich voll bestätigen kann und dich mich persönlich sehr zum Nachdenken auffordert. Diese Tatsache hat das Image der PIRATEN in den letzten sechs Monate sehr negativ geschädigt.

Androhung von körperlicher Gewalt: Ein No-Go!
Und gestern Abend verstärkte sich mein Eindruck nach notwendiger interner Veränderung als ich den Blogbeitrag von Sebastian Nerz las http://www.tirsales.de/blog/tirsales/2013/02/20/zu-dem-austritt-von-lars, in dem er den Ausritt von Lars Pallasch kommentierte. http://larspallasch.de/ kommentiert. Hier geht es um die Androhung von körperlicher Gewalt. Dies ist ein No-Go! In der Konfliktspirale sind wir schon viel zu weit vorwärts gegangen und haben einzelnen erlaubt Ihr Müdchen zu stillen.

Eskalationsstufen_Glasl

Die Abwärtsspirale der Eskalation von Konflikten lässt sich durch Neun-Stufen-Modell von Friedrich Glasl veranschaulichen.

Damit tun wir uns als PIRATEN ganz und gar nichts Gutes. Wir können diese Umstände nicht einfach ignorieren. Wir bestätigen die Unsicherheit der potentiellen Wähler uns ihr Mandat zu schenken. Und systemisch ist es so, dass diese Zerstrittenheit in der Partei das ist, was die Gesellschaft, die Öffentlichkeit von uns aufgreift. Und wir bestätigen ihre Angst, dass es doch keine Hoffnungsträger gibt. Denn Tatsache ist, dass sobald Angst im Spiel ist, schaltet sich die Nebenrinde im Gehirn aus (Sitz von Erfahrungen, Kreativität, Lösungen etc.) und wir verfallen unseren ganz alten Vorgehensweisen: Angriff, Verteidung oder einfach tot stellen. So können die Wähler nicht in den Prozess der Veränderung mit den PIRATEN gehen.

Fazit: Wir als PIRATEN stehen vor kommunikativen Herausforderungen, die systemisch bedingt sind.

Graves_Wachstumsspirale

Graves – Was zeichnet eine reife Persönlichkeit aus?

In der Betrachtung des Graves-Modell „Was genau macht einen psychisch gesunden Menschen aus?“ sehe ich folgende Situation bei den PIRATEN.
Nächeres hierzu vorab unter http://angelikabrandner.wordpress.com/?page_id=701&preview=true

Ich habe wahrgenommen, dass es  bei den Piraten viele Egomanen gibt. Das macht es schwierig voran zu kommen.  Gleichzeitig spiegelt es unseren IST-Zustand in der Gesellschaft wieder.
Wir sind ein Teil dieses Gesellschaftssystemes „Bundesrepublik Deutschland“ und können nur bedingt systemunabhängig handeln.

Eine wichtige Voraussetzung zur Veränderung: Wir machen uns diese negative Entwicklung einmal sehr nüchtern bewusst.
Klingt sehr banal ist aber sehr effektiv und mit einer schmerzhafter Erkenntnis verbunden: Wir sind ja so fest von uns überzeugt, anders wie die anderen da drausen zu sein. Dem ist aber nicht so! Nach außen leben wir schlechte Politk 1.0, wie andere Parteien es bereits vor uns bewiesen haben und immer noch tun. Der Umstand bei den PIRATEN, dass anders Denkende und die damit einhergehenden vielschichtigen Strömung von Meinungen in der Partei, dem rüpelhaften Umgang (= emotionale Gewalt) zum OPFER fallen, finde ich sehr bescheiden im Hinblick auf das Verständnis von transparenter Demokratie. Nur, es allein zum Preis von anderen zu gestalten in dem eine Geringschätzung und Unversöhnlichkeit gelebt wird, ist schlicht und ergreifend unreflektiert, um nicht zu sagen dumm oder milde ausgedrückt „Denn sie wissen nicht was sie tun!“ Und es spiegelt uns auch, dass die meisten wohl noch gar nicht verstanden haben, um welche große Herausforderung es eigentlich geht. „Hä?“, höre ich und gleich darauf ein wütendes Aufstampfen. Wie kleine Kinder eben, die erst einmal durch ihr eigenes persönliches Wachstumsmomentum gehen müssen.

Bildschirmfoto 2012-10-12 um 17.25.18Ja, es geht darum, sich seiner persönlichen Bedürfnisse bewusst zu werden.
Viele von uns sind achtsamer mit sich selbst und es ist ihnen durchaus bewusst, wie wir als Menschen (nicht-)funktionieren. Meine Befürchtung ist, dass ein lauter Haufen narzistischer und emotionaler unbewusster Menschen, die gefühlte Oberhand und damit gefährlich mit einer ihnen gefühlten Macht spielen. Wenn wir diesen Playern weiter freien Lauf lassen emotionale Gewalt (körperliche Gewalt wurde sogar angedroht) darzustellen und auszuleben, werden Wähler uns nicht ihr Vertrauen ausprechen können.

RESPEKT: Und hier stehen doch Vorbilder!
Das begeistert mich nach wie vor immer wieder aufs Neue: Es gibt tatsächlich viele gute Menschen mit interessanten Ideen und die Leidenschaft von alten und neu gedienten PIRATEN, die eine super Arbeit auf ehrenamtlicher Basis durchführen. Sie sind nur leiser, geduldiger und haben Hoffnung für den Wachstumsprozess, den wir gerade durchlaufen. Vorbilder eben!

Wenn wir uns intern diesem Misstand mit diesen starken Menschen stellen und sogar darauf hinarbeiten Lösungen umzusetzen, werden wir automatisch auch ein Mandat zur Mitsprache in Deutschland haben. Wir haben es bereits bewiesen, dass wir ein wichtiger Teil dieser heutigen Gesellschaft sind. Jetzt sollten wir auch zeigen, dass wir selbst durch tiefgreifende Veränderungen gehen können und das auf eine transparente Art und Weise.

BeziehungDeshalb benötigen wir eine neue interne ART UND WEISE, wie wir kommunizieren mit dem Ziel unsere Kräfte zu bündeln, um die externe Kommunikationsstrategie „Wahlkampf 2013“ zu gestalten.

Das wird uns gelingen, wenn wir die Grabenkämpfe JETZT beenden.

Es ist Zeit das krankhafte Misstrauen aufzulösen

  • Wir können es nicht länger zulassen unreflektiert vor uns hinzudümplen.
  • Wir als PIRATEN sollten schleunigst aufhören auf die zu hören, die ständig Aggression (emotionale Gewalt) verbreiten und anfangen auf die Stimmen zu hören, die gewaltfrei und mit Wertschätzung nach innen und außen kommunizieren können! und dabei Perspektive für mehr Handlungsmöglichkeiten aufzeigen!
  • Wir können es uns nicht leisten, die Stimmen aus dem System „Gesellschaft“ unreflektiert stehen zu lassen (Umgang mit den Meinungsbildner außerhalb der PIRATENPartei).

Der Preis, der zu zahlen ist, heißt, ich werde den anderen PIRATEN vertrauen und respektvoll mit dem mir entgegengebrachten Vertrauen umgehen
Und das ist ein Quantensprung für die PIRATEN in einem gesellschaftlichenSystem, dass von Angst getrieben ist! Schaffen wir diesen Sprung aber nicht innerparteilich zu leben, dann ist unsere Leidenschaft PIRAT nach außen zu sein, eine vertane Liebesmüh. Wir sind einfach nicht glaubwürdig.

Als Visionärin fühle ich, dass diese Zeitepoche über unsere Zukunft entscheidet. Deshalb weiß ich, dass ein Dabeisein wichtig ist für die folgende Generation.

Ausgangspunkt ist unser Werteverständnis
Eine Voraussetzung erscheint mir die Auseinandersetzung mit den beschriebenen systemischen und exestientiellen Problemen. Wir sollten an uns und an das System „PIRATENPartei“ die folgenden Fragen stellen:

  • Welchen Preis bin ich bereit persönlich zu zahlen?
    An welcher Stelle stehe ich persönlich in diesem System PIRATENPartei?
    Wie reagiert das System auf mich und wie reagiere ich auf das System?
  • Sind wir als System reif genug? Haben wir in unserem eigenen Veränderungs-Prozesse bereits genügend Kompetenzen erworben? Wecken unsere Erkenntnisse den Bürger? Wird er uns sein Mandat geben, wenn wir ihm sagen, dass es nicht um Vollkommenheit geht, sondern um die Gestaltung von Veränderungsprozessen, die wir mit seiner Stimme als PIRATENPartei in diesem unseren Gesellschaftssystem „Deutschland“ einbringen wollen?

Maßnahmen für die Stärkung der PIRATEN

Bildschirmfoto 2012-10-16 um 20.53.26Gespräche sind zu führen und ein Dialog intern zu optimieren
Meinungen sind weiterhin einzuholen und noch benutzerfreundlicher zu dokumentieren, so dass jeder einzelne weiß, wie realistisch Aufwand und Effizienz seiner Bemühungen in der PIRATENPartei sind und wo genau Gleichgesinnte aktiv sind. Technisch sehe ich das Liquide Feedback als einen Anfang, wobei ich u. a. die Stimmenübertragung und keine Möglichkeit eine deligierte Meinung zeitlich zu begrenzen als kritisch ansehe.

Das Etablieren einer Kollektiven Intelligenz

Wertvolle Erkenntnisse in unsere eigenen Prozesse noch bewusster suchen und integrieren
Nach Dr. Clare W. Graves oder Prof Dr. Kruse müssen wir begreifen, dass es um einen gesunden Wechsel zwischen Führung und Basis geht.  Das Installieren einer Heterarchie. Die Technik ist dabei eine Sache (Liquid Feedback), aber wenn wir nicht beginnen in einer Struktur des Vertrauens ineinander zu handeln, habe wir nicht den Funken einer Chance zur Veränderung. Dann bleibt das Projekt „Piraten“ ein Kindergarten-Experiment im System „Deutsche Gesellschaft“.

Ein weiterer möglicher Weg aus der Misere – Erkenntnisse aus der mediativen Organisationsentwicklung übernehmen
Die Energie, die wir heute noch für unsere unausgegorene Konfliktsturktur verwenden, ist neu zu kanalisieren. Arnold Mindell ist hierin ein Vorbild. Arnold Mindell ist ein US-amerikanischer Psychotherapeut und Schriftsteller. Er begründete die prozessorientierte Psychologie. Er lebt in Portland im US-Bundesstaat Oregon. Seine 19 Bücher wurden in 20 Sprachen veröffentlicht.http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Mindell
Er kann im politisch Umfeld beweisen, dass sein Ansatz funktioniert.

Das Ziel: Das Wissen von Vorbild in das System der PIRATENPartei einfliessen lassen, um so kontroverse Meinungen zu einem Nährboden für Veränderungen werden zu lassen.

Jetzt ist der Funke übergesprungen!

Ist schon so eine Sache mit der Politik, aber nichts desto trotz, jeder von uns ist gefragter den je, sich zu engagieren für ein reiferes Mit- und Füreinander. Denn wenn nicht wir, wer dann? Was werde ich meinen Enkeln erzählen? Ich habe es nicht mitbekommen? Es waren die anderen? Es gilt eben doch der Einzelne im ganzen Gefüge.

planet-erdePerspektiven, die funktionieren
Eine sehr große Herausforderung. Aber diesen Planeten, diese Raumstation im unendlichen Universum gibt es eben nur einmal. Wir haben keinen zweiten Versuch!

„Frau, die Piraten sind ein Chaosverein!“, hörte ich so manchen sagen. Ja, auf eine Art ist das wahr, weil viele Köpfe, viele Themen lösen wollen. Und wo viele Menschen zusammen sind, da funkt es eben auch ganz ordentlich, aber die Herzenshaltung fühlt sich bei vielen doch sehr aufrichtig an. Ja, fühlen. Ein Thema, dass wir in unserem Miteinander fasst schon wie ein Tabu behandeln. Doch gerade in den Zeiten, wenn es eng wird, können wir oftmals nur noch fühlen, weil wir im Kopf nicht die leiseste Idee haben, wie wir die großen Herausforderungen zu lösen haben. Genau hier zeigt sich die Kraft der Intuition.  Mit Bedacht zu erfühlen, was dran ist und dann darüber nachdenken, wie es umsetzbar wäre. Bitte nicht mehr umgekehrt: Alles mit dem Kopf lösen und sich dabei letztendlich mit dem Ergebnis – Entschuldigung – scheiße fühlen.

Wir brauchen ausgefeilte Themenpapiere, die von kommunikationsstarken Köpfen im Namen der PIRATEN präsentiert werden. 

Wir Menschen sind fühlende, wahrnehmende Wesen. Das wir auch Herausforderungen meistern können haben wir in unserer Geschichte oft bewiesen. Da mögen die Pessimisten noch so wettern. Und genau an diesem Punkt bin ich ein PIRAT. Es gilt seinen guten Impulsen zu folgen und sich darin gegenseitig zu ermutigen. Ich fühle einen frischen Wind in dieser Bewegung, wie schon lange nicht mehr. Das bringt mich in Fahrt. Und das zählt.

Eine persönliche Frage
Wie will ich meine Lebenszeit verbringen? Es ist an der Zeit, Erfahrungen und Talente in der Gesellschaft einzubringen. Nach reiflicher Überlegung möchte ich deshalb sagen, die PIRATEN sind für mich eine Partei, die das größte Potential zur Veränderung inne hält. Auch wenn so manches noch zu lernen ist, so sehe ich viele gute Ansätze, die das Potential in sich tragen, Feuer zu entfachen.

Denn wenn wir – die PIRATEN – lernen miteinander von Konfrontationen zu Kooperationen zu wachsen, dann hätten wir was echtes Durchlebtes für die nächste Generation anzubieten. Im Feuer geläutert, so zu sagen. Das ist in sich bereits ein wirklich gefühlter Unterschied zu den anderen Parteien im deutschen Lande. Ein guter Anfang. Gelingt es uns, die innerparteilichen Herausforderungen zu meistern, dann könnten wir ein Vorbild, ein Stein des Anstoßes und sogar Wegbereiter für verändernde Lösungen werden.

Woher nehme ich meine Zuversicht?

Veränderung ist bis ins hohe Alter möglich.

Prof Hüther

WATCH HIM!
Prof. Dr. Gerald Hüther – Gelassenheit hilft: Anregungen für Gehirnbenutzer

Funkenspirale

Wir haben viele gute Erkenntnisse. Mit der richtigen Haltung einer ’supportive Leadership‘ hätten wir eine realistische Chance Veränderung erst innerparteilich zu etablieren und dann gesellschaftlich wirklich zu beeinflussen. Das Potential dazu ist in uns bereits angelegt. Wir starten so wie Albert Einstein es schon sagte: „Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie verursacht haben.“ Bei den PIRATEN habe ich einige neue Denkweisen entdeckt, die in großer Fleißarbeit zu Papier gebracht wurden. Ein super Anfang.  Nun gilt es eine funktionierende Mitmach-Partei durch und durch zu erschaffen, die es uns ermöglicht jeden Einzelnen Funken sprühen zu lassen. Es ist nun höchste Zeit zum Ändern!