Gesellschafliches Lernen durch Geschichten

“MEINE GESCHICHTEN SOLLEN WARNEN UND DAZU ANREGEN, ÜBER DIE FOLGEN UND DIE MÖGLICHKEITEN NACHZUDENKEN, DIE SICH UNS BIETEN.”
DANIEL SUAREZ

Daniel Suarez _ Daemon            Daniel Suarez _ Dark Net

WAS WIR PIRATEN VON DANIEL SUAREZ LERNEN KÖNNEN, IST DAS GESCHICHTEN ERZÄHLEN.

Quelle wikipedia

Worum es bei Daniel Suarez geht

Sind wir noch sicher, wenn alle vernetzt sind? In seinen höchst erfolgreichen Thrillern „Daemon“ und „Darknet“ entwirft Daniel Suarez mit außerordentlich hoher technologischer Kenntnis die beunruhigend realistische Vision einer Gesellschaft, die von Computern mehr und mehr entmündigt wird. Die Handlung kreist um das Vermächtnis eines Computergenies, das lernfähige Software dazu benutzt, sich die Menschheit zu unterwerfen.

Der amerikanische Autor Daniel Suarez, Jahrgang 1964, arbeitete zunächst als Softwareentwickler und Systemberater, bevor er 2006 „Daemon“ veröffentlichte. Die Fortsetzung „Darknet“ erschien im Rowohlt Verlag.

Ein Angebot der Betrachtungsweise: Der Autor steht in diesem Interview stellvertretend für die Zuhörer, die von existentiellen Fragen bewegt sind. 

Nachfolgend Ausschnitte aus dem Interview mit dem amerikanische Autor Daniel Suarez im Gespräch mit Frank Rieger, Frankfurter Allgemeine Zeitung – Feuilleton – Debatten – Digitales Denken.

Rieger: In Ihrem zweiten Buch, „Darknet“, führen Sie die Idee autarker Gemeinschaften ein, die sich auf wissenschaftliche und technologische Durchbrüche stützen, die zwar bereits funktionsfähig sind, aber nicht genutzt werden, weil sie sich im gegenwärtigen System nicht profitabel einsetzen lassen. Sie haben offenbar viel Zeit darauf verwandt, sich vielversprechende Technologen anzuschauen, zum Beispiel den CR5-Prozess, mit dessen Hilfe man flüssigen Treibstoff aus Luft und Sonnenenergie herstellen kann.

Dann folgen gute Fragen von Rieger

Glauben Sie, man kann tatsächlich Alternativen zum gegenwärtigen System aufbauen, mit Gemeinschaften, die auf dem Gedanken einer dezentralen, nachhaltigen Hightech-Ökonomie basieren?

Hat die Menschheit ausreichend ungenutzte oder unveröffentlichte wissenschaftliche Fortschritte angesammelt, die man dazu nutzen könnte?

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Foto: Pixabay Sonnenkraft

Suarez: Die CR5-Technologie (Counter Rotating Ring Receiver Reactor Recuperator), die ich in „Darknet“ darstelle, benutzt ein Ferritmaterial und Sonnenenergie für die chemische Umwandlung von Kohlendioxid in Kohlenmonoxid, gewissermaßen eine energetische Aufladung oder eine Umkehrung der Verbrennung. Dadurch entstehen chemische Bauteile, die für die Synthese von Brennstoffen wie Methanol oder anderen petrochemischen Stoffen aus Luft erforderlich sind. Ob es genügend Technologien dieser Art zur Versorgung alternativer Gemeinschaften gibt, ist eine gute Frage. Schon jetzt erleben wir eine Revolution im Micromanufacturing – den sogenannten „Fab-Labs“ (Fabrikationslabors). Diese computergestützten Produktions- und Verarbeitungssysteme können auf der Grundlage von Computermodellen Endprodukte für Verbraucher herstellen und bieten Gemeinschaften bei entsprechender Vernetzung die Möglichkeit, Ausrüstungen und elektronische Bauteile herzustellen, deren Produktion ansonsten die am Ort vorhandenen Fähigkeiten überstiegen. Solche Verfahren sind auf den aktuellen Märkten nicht so kostengünstig wie die Massenproduktion, aber in einer Welt, in der das Erdöl irgendwann 350 Dollar pro Barrel kostet und politische Unruhen an der Tagesordnung sind, wird ein Transport von Waren aus Niedriglohngebieten um die halbe Erde kaum mehr praktikabel sein.

Ob Micromanufacturing und lokale Landwirtschaft tatsächlich eine brauchbare Alternative darstellen, wird von der lokalen Energieversorgung abhängen – denn Energie bildet das Fundament moderner Gesellschaften, und wenn ausreichend Energie zur Verfügung steht, können auch Stoffe chemisch umgewandelt werden. Dazu bedarf es einer nachhaltigen lokalen Energieerzeugung. Der freie Markt prüft alle sauberen Energiealternativen, die nach Preis und Ertrag mit fossilen Brennstoffen konkurrieren können, aber bislang unterbieten die fossilen Brennstoffe in den Kosten pro Energieeinheit alle übrigen Energiequellen mit Ausnahme der Atomkraft – sofern man nicht die astronomischen Kosten einer nuklearen Katastrophe einrechnet.

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Foto: Pixabay Blitz

Wir sollten uns jedoch hüten, die Maßstäbe des aktuellen Wirtschaftssystems anzulegen, wenn wir das Kosten-Nutzen-Verhältnis alternativer Energiequellen prüfen. Mächtige Finanzinteressen haben erfolgreich dafür gesorgt, dass ihnen Steuervergünstigungen gewährt, Umweltauflagen gering gehalten und potentielle Konkurrenten mit beträchtlichen Restriktionen belastet werden. Außerdem werden zahlreiche Kosten der Produktion fossiler Brennstoffe externalisiert und der Allgemeinheit aufgebürdet, so dass sie nicht in den Preis pro Energieeinheit eingerechnet werden – man denke etwa an die Kosten des Klimawandels und von Umweltschäden wie der BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Oder auch an die geradezu prohibitiven Kosten weltweiter Militäraktionen zur Sicherung ferner Ölquellen. Wenn man all diese Faktoren einrechnete, würden die wahren Kosten des Status quo sichtbar und die Kosten pro Kilowattstunde Wind- oder Solarenergie erschienen nicht mehr so haarsträubend hoch. Und schließlich, wenn unsere Gesellschaft neu strukturiert und in lokale Ökonomien aufgeteilt würde, so dass ein Salatkopf nicht im Durchschnitt 1500 Kilometer transportiert würde, bevor er auf den Markt kommt, wenn die Menschen wieder lokal zu leben und zu arbeiten begännen und untereinander durch vermaschte Netze verbunden wären, sänken auch die Energiekosten für den Transport und die Kostensteigerung pro Einheit sauberer Energie fiele um eine Größenordnung geringer aus. Werden wir den aktuellen Lebensstandard auch ohne neue Wundertechnologien halten können? Wir sind dabei, das herauszufinden.

Rieger: Die Frage, welche Staatsform die Menschheit braucht, um die kommende Krise zu bewältigen, zieht sich ganz buchstäblich als roter Faden durch „Darknet“. …

Suarez: … Ich glaube, die fundamentale Frage unserer Zeit lautet, ob die Technologie uns befreien oder versklaven wird. Wir müssen diese Frage rasch beantworten und dürfen das Ergebnis nicht dem Zufall überlassen. Das Schicksal zukünftiger Generationen hängt davon ab, dass wir an diesen Scheidewegen den richtigen Weg wählen. Wie bei allen komplexen Systemen erzeugen frühere Entscheidungen ein Trägheitsmoment, das spätere Revisionen erschwert. Wenn wir also weiterhin ein System konstruieren, das Macht und Entscheidungen zentralisiert, das immer stärker auf Massenproduktion und Gleichförmigkeit setzt, um die Erträge zu maximieren, schaffen wir etwas, das nicht mit Demokratie vereinbar ist und sich notwendigen Veränderungen widersetzt. Es ist von lebenswichtiger Bedeutung, dass wir Systeme konstruieren, die zu demokratischen Strukturen passen und sie stützen – dass wir unsere Werte fest in der DNA dieser neuen technologischen Welt verankern, damit schrittweiser Wandel, Vielfalt und dezentrale Entscheidungen weiterhin möglich sind. …

Quelle des ganzen – sehr lesenswerten – Artikels
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/gespraech-mit-daniel-suarez-wir-werden-mit-system-erobert-14089.html

KOMPLEXE ZUSAMMENHÄNGE IN FORM VON GESCHICHTEN TRANSPORTIEREN UND DIE KERNBOTSCHAFT MIT STARKEN BILDERN UNTERMAUERN

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Foto: Pixabay Architektur des Menschen

Wenn es den Ansatz der Architektur des Menschen gibt, wie z. B. ‚Der vitruvianische Mensch‘ …

Der Name stammt nicht von Leonardo da Vinci selbst, sondern aus der Kunstgeschichte. Er erinnert an den römischen Architekten Vitruvius, ca. 80–70 v. Chr. bis ca. 10 v. Chr.. Vitruvius stellt darin unter anderem die Theorie des wohlgeformten Menschen.

… dann könnten wir doch auch einen Ansatz ARCHITEKTUR DER VERÄNDERUNG IN GEMEINSCHAFTEN anbieten, der die Werte des Grundgesetzes beinhaltet.

DIE QUELLEN KREATIVER LÖSUNGEN BEI DEN PIRATEN SIND DIE AGs

Welche Geschichten können die AGs der PIRATEN schreiben?
Welche Bilderwelten entstehen in den AGs der PIRATEN?

WELCHE GESCHICHTEN KÖNNTEN VON PIRATEN ERZÄHLT WERDEN?

Ich bin sehr gespannt auf eine PIRATEN-Resonanz. 

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Foto: Pixabay Menschheit

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PIRATEN 2013: Vergiss die Vollkommenheit und strebe nach Veränderung

Piratengedanken

Mach mit beim Piratenwahlkampf 2013

Der nächste logische Handlungsschritt in der Wahlkampfvorbereitung 2013 ist Ideen zu bündeln und eine externe Kommunikationsstratgie auszuarbeiten, die das Handeln der PIRATEN dem Bürger rüberbringt. Und das passiert bereits: Hier eine Aktion zum Wahlkampf der PIRATENPartei.

Genauso notwendig ist eine interne Kommunikationsstrategie, um in der BundestagsWahl 2013 handlungsfähig zu sein.

Diese beginnt damit nach innen zu hören und zu lesen. Sie verschafft sich Erkenntnisse darüber, wo die PIRATEN gerade stehen. Was ist das Selbstverständnis (Werte) der PIRATEN und wie ist die augenblickliche interne Stimmung?

Drei Artikel stellvertretend für meine persönlichen Beobachtungen

Wolfgang_Gründinger_Meine_kleine_VolksparteiWolfgang Gründiger: Er bringt seinen Eindruck zur Partei ganz gut auf den Punkt. Ich glaube auch, dass die Aussage „Bei meinem Flirt mit den Piraten habe ich viel gelernt“ bereits heute für mich stimmig ist. Sein emotionales Erleben als Neuankömmling bei der PIRATENPartei kann ich zwar auch bestätigen, aber anders als er, kann ich von ein paar sehr positiven Begegnungen mit den PIRATEN berichten, in denen ich spontane und freundliche Wertschätzung als Neuankömmling erfahren habe.

Sascha_Lobo

Auch bringt es Lobo sehr schön auf den Punkt: „Ein Amt in der Piratenpartei erfordert die Aufgabe der eigenen politischen Meinung. Diesen Zwiespalt und den Druck hält nicht jeder aus – Schwarmlobbying und Schwarmmobbing liegen dicht beieinander.“ Das ist allerdings eine Tatsache, die ich voll bestätigen kann und dich mich persönlich sehr zum Nachdenken auffordert. Diese Tatsache hat das Image der PIRATEN in den letzten sechs Monate sehr negativ geschädigt.

Androhung von körperlicher Gewalt: Ein No-Go!
Und gestern Abend verstärkte sich mein Eindruck nach notwendiger interner Veränderung als ich den Blogbeitrag von Sebastian Nerz las http://www.tirsales.de/blog/tirsales/2013/02/20/zu-dem-austritt-von-lars, in dem er den Ausritt von Lars Pallasch kommentierte. http://larspallasch.de/ kommentiert. Hier geht es um die Androhung von körperlicher Gewalt. Dies ist ein No-Go! In der Konfliktspirale sind wir schon viel zu weit vorwärts gegangen und haben einzelnen erlaubt Ihr Müdchen zu stillen.

Eskalationsstufen_Glasl

Die Abwärtsspirale der Eskalation von Konflikten lässt sich durch Neun-Stufen-Modell von Friedrich Glasl veranschaulichen.

Damit tun wir uns als PIRATEN ganz und gar nichts Gutes. Wir können diese Umstände nicht einfach ignorieren. Wir bestätigen die Unsicherheit der potentiellen Wähler uns ihr Mandat zu schenken. Und systemisch ist es so, dass diese Zerstrittenheit in der Partei das ist, was die Gesellschaft, die Öffentlichkeit von uns aufgreift. Und wir bestätigen ihre Angst, dass es doch keine Hoffnungsträger gibt. Denn Tatsache ist, dass sobald Angst im Spiel ist, schaltet sich die Nebenrinde im Gehirn aus (Sitz von Erfahrungen, Kreativität, Lösungen etc.) und wir verfallen unseren ganz alten Vorgehensweisen: Angriff, Verteidung oder einfach tot stellen. So können die Wähler nicht in den Prozess der Veränderung mit den PIRATEN gehen.

Fazit: Wir als PIRATEN stehen vor kommunikativen Herausforderungen, die systemisch bedingt sind.

Graves_Wachstumsspirale

Graves – Was zeichnet eine reife Persönlichkeit aus?

In der Betrachtung des Graves-Modell „Was genau macht einen psychisch gesunden Menschen aus?“ sehe ich folgende Situation bei den PIRATEN.
Nächeres hierzu vorab unter http://angelikabrandner.wordpress.com/?page_id=701&preview=true

Ich habe wahrgenommen, dass es  bei den Piraten viele Egomanen gibt. Das macht es schwierig voran zu kommen.  Gleichzeitig spiegelt es unseren IST-Zustand in der Gesellschaft wieder.
Wir sind ein Teil dieses Gesellschaftssystemes „Bundesrepublik Deutschland“ und können nur bedingt systemunabhängig handeln.

Eine wichtige Voraussetzung zur Veränderung: Wir machen uns diese negative Entwicklung einmal sehr nüchtern bewusst.
Klingt sehr banal ist aber sehr effektiv und mit einer schmerzhafter Erkenntnis verbunden: Wir sind ja so fest von uns überzeugt, anders wie die anderen da drausen zu sein. Dem ist aber nicht so! Nach außen leben wir schlechte Politk 1.0, wie andere Parteien es bereits vor uns bewiesen haben und immer noch tun. Der Umstand bei den PIRATEN, dass anders Denkende und die damit einhergehenden vielschichtigen Strömung von Meinungen in der Partei, dem rüpelhaften Umgang (= emotionale Gewalt) zum OPFER fallen, finde ich sehr bescheiden im Hinblick auf das Verständnis von transparenter Demokratie. Nur, es allein zum Preis von anderen zu gestalten in dem eine Geringschätzung und Unversöhnlichkeit gelebt wird, ist schlicht und ergreifend unreflektiert, um nicht zu sagen dumm oder milde ausgedrückt „Denn sie wissen nicht was sie tun!“ Und es spiegelt uns auch, dass die meisten wohl noch gar nicht verstanden haben, um welche große Herausforderung es eigentlich geht. „Hä?“, höre ich und gleich darauf ein wütendes Aufstampfen. Wie kleine Kinder eben, die erst einmal durch ihr eigenes persönliches Wachstumsmomentum gehen müssen.

Bildschirmfoto 2012-10-12 um 17.25.18Ja, es geht darum, sich seiner persönlichen Bedürfnisse bewusst zu werden.
Viele von uns sind achtsamer mit sich selbst und es ist ihnen durchaus bewusst, wie wir als Menschen (nicht-)funktionieren. Meine Befürchtung ist, dass ein lauter Haufen narzistischer und emotionaler unbewusster Menschen, die gefühlte Oberhand und damit gefährlich mit einer ihnen gefühlten Macht spielen. Wenn wir diesen Playern weiter freien Lauf lassen emotionale Gewalt (körperliche Gewalt wurde sogar angedroht) darzustellen und auszuleben, werden Wähler uns nicht ihr Vertrauen ausprechen können.

RESPEKT: Und hier stehen doch Vorbilder!
Das begeistert mich nach wie vor immer wieder aufs Neue: Es gibt tatsächlich viele gute Menschen mit interessanten Ideen und die Leidenschaft von alten und neu gedienten PIRATEN, die eine super Arbeit auf ehrenamtlicher Basis durchführen. Sie sind nur leiser, geduldiger und haben Hoffnung für den Wachstumsprozess, den wir gerade durchlaufen. Vorbilder eben!

Wenn wir uns intern diesem Misstand mit diesen starken Menschen stellen und sogar darauf hinarbeiten Lösungen umzusetzen, werden wir automatisch auch ein Mandat zur Mitsprache in Deutschland haben. Wir haben es bereits bewiesen, dass wir ein wichtiger Teil dieser heutigen Gesellschaft sind. Jetzt sollten wir auch zeigen, dass wir selbst durch tiefgreifende Veränderungen gehen können und das auf eine transparente Art und Weise.

BeziehungDeshalb benötigen wir eine neue interne ART UND WEISE, wie wir kommunizieren mit dem Ziel unsere Kräfte zu bündeln, um die externe Kommunikationsstrategie „Wahlkampf 2013“ zu gestalten.

Das wird uns gelingen, wenn wir die Grabenkämpfe JETZT beenden.

Es ist Zeit das krankhafte Misstrauen aufzulösen

  • Wir können es nicht länger zulassen unreflektiert vor uns hinzudümplen.
  • Wir als PIRATEN sollten schleunigst aufhören auf die zu hören, die ständig Aggression (emotionale Gewalt) verbreiten und anfangen auf die Stimmen zu hören, die gewaltfrei und mit Wertschätzung nach innen und außen kommunizieren können! und dabei Perspektive für mehr Handlungsmöglichkeiten aufzeigen!
  • Wir können es uns nicht leisten, die Stimmen aus dem System „Gesellschaft“ unreflektiert stehen zu lassen (Umgang mit den Meinungsbildner außerhalb der PIRATENPartei).

Der Preis, der zu zahlen ist, heißt, ich werde den anderen PIRATEN vertrauen und respektvoll mit dem mir entgegengebrachten Vertrauen umgehen
Und das ist ein Quantensprung für die PIRATEN in einem gesellschaftlichenSystem, dass von Angst getrieben ist! Schaffen wir diesen Sprung aber nicht innerparteilich zu leben, dann ist unsere Leidenschaft PIRAT nach außen zu sein, eine vertane Liebesmüh. Wir sind einfach nicht glaubwürdig.

Als Visionärin fühle ich, dass diese Zeitepoche über unsere Zukunft entscheidet. Deshalb weiß ich, dass ein Dabeisein wichtig ist für die folgende Generation.

Ausgangspunkt ist unser Werteverständnis
Eine Voraussetzung erscheint mir die Auseinandersetzung mit den beschriebenen systemischen und exestientiellen Problemen. Wir sollten an uns und an das System „PIRATENPartei“ die folgenden Fragen stellen:

  • Welchen Preis bin ich bereit persönlich zu zahlen?
    An welcher Stelle stehe ich persönlich in diesem System PIRATENPartei?
    Wie reagiert das System auf mich und wie reagiere ich auf das System?
  • Sind wir als System reif genug? Haben wir in unserem eigenen Veränderungs-Prozesse bereits genügend Kompetenzen erworben? Wecken unsere Erkenntnisse den Bürger? Wird er uns sein Mandat geben, wenn wir ihm sagen, dass es nicht um Vollkommenheit geht, sondern um die Gestaltung von Veränderungsprozessen, die wir mit seiner Stimme als PIRATENPartei in diesem unseren Gesellschaftssystem „Deutschland“ einbringen wollen?

Maßnahmen für die Stärkung der PIRATEN

Bildschirmfoto 2012-10-16 um 20.53.26Gespräche sind zu führen und ein Dialog intern zu optimieren
Meinungen sind weiterhin einzuholen und noch benutzerfreundlicher zu dokumentieren, so dass jeder einzelne weiß, wie realistisch Aufwand und Effizienz seiner Bemühungen in der PIRATENPartei sind und wo genau Gleichgesinnte aktiv sind. Technisch sehe ich das Liquide Feedback als einen Anfang, wobei ich u. a. die Stimmenübertragung und keine Möglichkeit eine deligierte Meinung zeitlich zu begrenzen als kritisch ansehe.

Das Etablieren einer Kollektiven Intelligenz

Wertvolle Erkenntnisse in unsere eigenen Prozesse noch bewusster suchen und integrieren
Nach Dr. Clare W. Graves oder Prof Dr. Kruse müssen wir begreifen, dass es um einen gesunden Wechsel zwischen Führung und Basis geht.  Das Installieren einer Heterarchie. Die Technik ist dabei eine Sache (Liquid Feedback), aber wenn wir nicht beginnen in einer Struktur des Vertrauens ineinander zu handeln, habe wir nicht den Funken einer Chance zur Veränderung. Dann bleibt das Projekt „Piraten“ ein Kindergarten-Experiment im System „Deutsche Gesellschaft“.

Ein weiterer möglicher Weg aus der Misere – Erkenntnisse aus der mediativen Organisationsentwicklung übernehmen
Die Energie, die wir heute noch für unsere unausgegorene Konfliktsturktur verwenden, ist neu zu kanalisieren. Arnold Mindell ist hierin ein Vorbild. Arnold Mindell ist ein US-amerikanischer Psychotherapeut und Schriftsteller. Er begründete die prozessorientierte Psychologie. Er lebt in Portland im US-Bundesstaat Oregon. Seine 19 Bücher wurden in 20 Sprachen veröffentlicht.http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Mindell
Er kann im politisch Umfeld beweisen, dass sein Ansatz funktioniert.

Das Ziel: Das Wissen von Vorbild in das System der PIRATENPartei einfliessen lassen, um so kontroverse Meinungen zu einem Nährboden für Veränderungen werden zu lassen.

FAZ Herausgeber Schirrmacher schreibt ein Buch über den Irrsinn

Heute Abend lese ich doch tatsächlich auf Spiegel Online folgende Worte:

“ … Der Konservative Frank Schirrmacher hat ein Buch über den Irrsinn des totalitären Kapitalismus geschrieben. „Ego“ ist ein intellektuelles Vergnügen und ein politisches Zeichen der Hoffnung: Der Widerstand wächst. …“

Frank Schirrmacher

Jakob Augstein schreibt im aktuellen Spiegel in einer sehr interessanten Kolumne u. a.:
… In Schirrmachers Buch „Ego“ kann man lesen: „Die Rand-Wissenschaftler testeten eines ihrer wichtigsten Spiele, das ‚Gefangenen-Dilemma‘, mit den Sekretärinnen, die bei Rand arbeiteten, indem sie alle möglichen Szenarien kreierten, in denen die Frauen kooperieren oder einander betrügen konnten. In jedem einzelnen Experiment wählten die Sekretärinnen allerdings nicht den egoistischen Weg, den die Rand-Forscher erwartet hatten, sondern die Kooperation.“ Die verblüfften Forscher schoben die Schuld für die misslungenen Experimente auf die Sekretärinnen: „Sie seien schwache Subjekte, unfähig, der einfachen Grundregel zu folgen, dass ihre Strategien egoistisch zu sein hatten.“ …

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-frank-schirrmachers-neues-buch-ego-a-882547.html

Meinungsmacher ergreifen das Wort
Das lässt wirklich hoffen. Die Zeit ist richtig, um den Preis der Veränderung zu zahlen.


Der Weg der Veränderung hat einen Preis

Nach der Wahl in NRW scheint mir die Stimmung doch etwas destruktiv. Und gleichzeitig hier und dort die Diskussionen, wie können wir in die nächste Phase wachsen? Vielleicht hilft uns unser tiefes Interesse wirklich etwas zu verändern?

Ja, dieses Interesse gibt es wohl auf allen Seiten. Das habe ich immer wieder gehört, wenn ich mich mit den unterschiedlichsten PIRATEN unterhalten habe.

Gleichzeitig steht eine innerliche Klärung an, denn bei den PIRATEN wird auch ordentlich und strategisch gelästert. Die/Der denkt jenes und diese/r sagt dies über den. Im Englischen gibt es ein gut klingendes Wort dafür: Gossip.

Überhaupt würde ich gerne fragen, warum ein respektvoller Umgang nicht von allen angestrebt wird. Nun, das wir fehlbar sind ist wirklich nichts Neues. Es ist eben leichter zu kritisieren als einen gemeinsamen Konsenz zu finden.
Vor allem, macht es was mit uns: Es demotiviert! Und es macht zu dem nachdenklich: Wie redet denn dieser Mensch über mich, wenn ich ihm/ihr den Rücken zudrehe? So schüren wir Misstrauen, wenn nicht sogar Angst. Das killt Kreativität! Um aber als PIRATEN schlagkräftig zu sein, brauchen wir alle VERTRAUEN. Vertrauen in uns selbst und in die anderen.

Was kann noch eine weitere Frucht dieses destruktiven Handelns sein? Wohin führt es, wenn 5% der PIRATEN (so heißt es – ist aber nicht empirisch erhoben ;-)), die laut kritisieren bis zum Erbrechen, wohin bringt uns das? Diese Stimmung ist so Energie zehrend und verprellt doch so einige PIRATEN, die mit dem vollen Einsatz ihrer Ressourcen und Lebenszeit auf volle Fahrt gehen.

Also: Was machen wir?

Wir sind verschieden
Hierzu eine grundsätzlich gute Nachricht: Wir können Konflikte lösen. Dazu haben wir einen großen Vorteil: Wir sind alle freiwillig hier und haben uns zu einem gemeinsamen Bestreben entschieden. Wir sind PIRATEN, die sich in einem gesicherten Rahmen (Satzungen, Vorgehensweisen, etc.), Do and Dont’s, die alle kennen, reingeben. Und es gibt einige, die sich richtig gut auskennen, wie dieses Regelwerk umzusetzen ist. Hinzukommt eine immer besser werdende Technik. Chapeau! Da haben einige ein gutes Händchen bewiesen.

Und es gibt noch etwas: Respekt und Wertschätzung
Wenn dies nicht passiert, dann werden Menschen sich zurückziehen. Wer hat schon Lust am großen Grillen. Ist ja mal ganz lustig, aber ständig unter der Gürtellinie und schlimmeres – geht gar nicht. Sich solch eine fette Haut anzueignen hat auch zum Nachteil, dass Mensch nicht mehr durchlässig ist für das, was ihn wirklich bewegen sollte. Wenn wir uns aber nicht Grenzen untereinander setzen, bleiben zum Schluss die übrig, die keine Wertschätzung für ihr gegenüber mehr in sich finden. Und die anderen 95% sind gegangen ohne ihr Ziel erreicht zu haben. Das führt nicht in die Veränderung in eine freiere Gesellschaft! Das erleben wir doch ständig vor unserer Nase. Das ist es doch gerade, was wir so leid sind, was uns so einengt.

Sollte es aber einen grundlegenden Respekt und eine Würdigung im Umgang geben, dann haben wir die Chance in Konflikten bzw. bei kontroversen Meinungen auf dem Grund der Auseinandersetzung jenes zu finden, wofür wir uns alle leidenschaftlich einsetzen: Veränderung!

Achtung duales Denken
Es geht nicht mehr um richtig oder falsch, schwarz oder weiß. Wenn mir Kontroverses begegnet, dann halte ich mir die anderen Meinungen bewusst vor: Was ist den unterschiedlichen Meinungen gemeinsam? Dazu muss aber im Vorfeld klar sein, was uns grundsätzlich eint.

Unser Ziel: Veränderung hin zu einer freieren Gesellschaft
In unserem Fall könnten wir als PIRATEN sagen, wir wollen verändern, in dem ich mich persönlich hier und dort bei den PIRATEN engagiere. Durch ein Scharfstellen auf das Ziel wird die Energie nicht auf die Person gelenkt, sondern auf das, was uns alle als PIRATEN – leidenschaftlich – bewegt: Veränderung hin zu einer freieren Gesellschaft.

Für dieses System steht ein Update zur Verfügung und wir sind mitten drin!
Es gilt JETZT!
Sicherlich brauchen wir Zeit, aber ich fände es sehr spannend und erstrebenswert, wenn wir hier eine piratige und kreative Art entwickeln könnten mit Achtsamkeit einander in unserer Unterschiedlichkeit zu fördern! Denn wir haben große Aufgaben, die zu bewältigen sind. Da brauchen wir noch eine Menge ENERGIE. Und die gute Botschaft ist: Wir könnten es ändern, wir haben alles was es dazu benötigt, wenn wir uns auf das fokussieren, was für uns wirklich wesentlich ist: Wie gestalten wir unser interaktives Handeln, um zu einer freieren Gesellschaft JETZT hoch effizient beizutragen?
Ich möchte meine Zeit und meine Ressourcen als Mediatorin eingeben, um diese Einzigartigkeit in der Unterschiedlichkeit bei den PIRATEN zur Effizienz zu bringen. Die Chance ist, dass wir diese Power der Vielfältigkeit bergen. Das ist unser großes Pfund, darin stecken unsere großen Ressourcen für ein tatsächliche Veränderung zu einer freieren Gesellschaft.

Neuer Vorstand und erweiterte Transparenz: Piratenpartei Wiesbaden demonstriert Handlungsfähigkeit

Lobo Piratenpartei Wiesbaden

Auf einem außerordentlichen Kreisparteitag (Wiesbaden, den 28. Januar 2013) haben die Wiesbadener PIRATEN sich selbst und der interessierten Öffentlichkeit bewiesen, dass sie gewillt sind, gemeinsam nach vorne zu schauen und die innerparteilichen Turbulenzen hinter sich zu lassen.

Wie zuvor angekündigt, trat der bisherige Vorstand des Kreisverbands geschlossen zurück, um Platz für eine personelle Erneuerung zu machen. Zum neuen Vorsitzenden wurde mit großer Mehrheit der 26-jährige Musiker und Pädagoge Manuel Wüst gewählt. »Ich möchte versuchen, zwischen den verschiedensten Interessen zu vermitteln, alle immer wieder an einen Tisch bekommen und so Kompromisse bis Konsens fördern”, hatte Wüst vor der Wahl erklärt und damit offenbar Vielen aus dem Herzen gesprochen.

Zur Pressemeldung
http://35242.cleverreach.de/m/5436548/

Manuel Wüst neuer Vorstand PIRATENPARTEI Wiesbaden

v.l.n.r. Vorstand Manuel Wüst und der Stellvertretende Vorsitzende Robert Krause, Schatzmeister Christian Leonhardt und Generalsekretär Jörg Sobek.

v.l.n.r. Vorstand Manuel Wüst und der Stellvertretende Vorsitzende Robert Krause, Schatzmeister Christian Leonhardt und Generalsekretär Jörg Sobek.

Jetzt ist der Funke übergesprungen!

Ist schon so eine Sache mit der Politik, aber nichts desto trotz, jeder von uns ist gefragter den je, sich zu engagieren für ein reiferes Mit- und Füreinander. Denn wenn nicht wir, wer dann? Was werde ich meinen Enkeln erzählen? Ich habe es nicht mitbekommen? Es waren die anderen? Es gilt eben doch der Einzelne im ganzen Gefüge.

planet-erdePerspektiven, die funktionieren
Eine sehr große Herausforderung. Aber diesen Planeten, diese Raumstation im unendlichen Universum gibt es eben nur einmal. Wir haben keinen zweiten Versuch!

„Frau, die Piraten sind ein Chaosverein!“, hörte ich so manchen sagen. Ja, auf eine Art ist das wahr, weil viele Köpfe, viele Themen lösen wollen. Und wo viele Menschen zusammen sind, da funkt es eben auch ganz ordentlich, aber die Herzenshaltung fühlt sich bei vielen doch sehr aufrichtig an. Ja, fühlen. Ein Thema, dass wir in unserem Miteinander fasst schon wie ein Tabu behandeln. Doch gerade in den Zeiten, wenn es eng wird, können wir oftmals nur noch fühlen, weil wir im Kopf nicht die leiseste Idee haben, wie wir die großen Herausforderungen zu lösen haben. Genau hier zeigt sich die Kraft der Intuition.  Mit Bedacht zu erfühlen, was dran ist und dann darüber nachdenken, wie es umsetzbar wäre. Bitte nicht mehr umgekehrt: Alles mit dem Kopf lösen und sich dabei letztendlich mit dem Ergebnis – Entschuldigung – scheiße fühlen.

Wir brauchen ausgefeilte Themenpapiere, die von kommunikationsstarken Köpfen im Namen der PIRATEN präsentiert werden. 

Wir Menschen sind fühlende, wahrnehmende Wesen. Das wir auch Herausforderungen meistern können haben wir in unserer Geschichte oft bewiesen. Da mögen die Pessimisten noch so wettern. Und genau an diesem Punkt bin ich ein PIRAT. Es gilt seinen guten Impulsen zu folgen und sich darin gegenseitig zu ermutigen. Ich fühle einen frischen Wind in dieser Bewegung, wie schon lange nicht mehr. Das bringt mich in Fahrt. Und das zählt.

Eine persönliche Frage
Wie will ich meine Lebenszeit verbringen? Es ist an der Zeit, Erfahrungen und Talente in der Gesellschaft einzubringen. Nach reiflicher Überlegung möchte ich deshalb sagen, die PIRATEN sind für mich eine Partei, die das größte Potential zur Veränderung inne hält. Auch wenn so manches noch zu lernen ist, so sehe ich viele gute Ansätze, die das Potential in sich tragen, Feuer zu entfachen.

Denn wenn wir – die PIRATEN – lernen miteinander von Konfrontationen zu Kooperationen zu wachsen, dann hätten wir was echtes Durchlebtes für die nächste Generation anzubieten. Im Feuer geläutert, so zu sagen. Das ist in sich bereits ein wirklich gefühlter Unterschied zu den anderen Parteien im deutschen Lande. Ein guter Anfang. Gelingt es uns, die innerparteilichen Herausforderungen zu meistern, dann könnten wir ein Vorbild, ein Stein des Anstoßes und sogar Wegbereiter für verändernde Lösungen werden.

Woher nehme ich meine Zuversicht?

Veränderung ist bis ins hohe Alter möglich.

Prof Hüther

WATCH HIM!
Prof. Dr. Gerald Hüther – Gelassenheit hilft: Anregungen für Gehirnbenutzer

Funkenspirale

Wir haben viele gute Erkenntnisse. Mit der richtigen Haltung einer ’supportive Leadership‘ hätten wir eine realistische Chance Veränderung erst innerparteilich zu etablieren und dann gesellschaftlich wirklich zu beeinflussen. Das Potential dazu ist in uns bereits angelegt. Wir starten so wie Albert Einstein es schon sagte: „Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie verursacht haben.“ Bei den PIRATEN habe ich einige neue Denkweisen entdeckt, die in großer Fleißarbeit zu Papier gebracht wurden. Ein super Anfang.  Nun gilt es eine funktionierende Mitmach-Partei durch und durch zu erschaffen, die es uns ermöglicht jeden Einzelnen Funken sprühen zu lassen. Es ist nun höchste Zeit zum Ändern!