Gesellschafliches Lernen durch Geschichten

“MEINE GESCHICHTEN SOLLEN WARNEN UND DAZU ANREGEN, ÜBER DIE FOLGEN UND DIE MÖGLICHKEITEN NACHZUDENKEN, DIE SICH UNS BIETEN.”
DANIEL SUAREZ

Daniel Suarez _ Daemon            Daniel Suarez _ Dark Net

WAS WIR PIRATEN VON DANIEL SUAREZ LERNEN KÖNNEN, IST DAS GESCHICHTEN ERZÄHLEN.

Quelle wikipedia

Worum es bei Daniel Suarez geht

Sind wir noch sicher, wenn alle vernetzt sind? In seinen höchst erfolgreichen Thrillern „Daemon“ und „Darknet“ entwirft Daniel Suarez mit außerordentlich hoher technologischer Kenntnis die beunruhigend realistische Vision einer Gesellschaft, die von Computern mehr und mehr entmündigt wird. Die Handlung kreist um das Vermächtnis eines Computergenies, das lernfähige Software dazu benutzt, sich die Menschheit zu unterwerfen.

Der amerikanische Autor Daniel Suarez, Jahrgang 1964, arbeitete zunächst als Softwareentwickler und Systemberater, bevor er 2006 „Daemon“ veröffentlichte. Die Fortsetzung „Darknet“ erschien im Rowohlt Verlag.

Ein Angebot der Betrachtungsweise: Der Autor steht in diesem Interview stellvertretend für die Zuhörer, die von existentiellen Fragen bewegt sind. 

Nachfolgend Ausschnitte aus dem Interview mit dem amerikanische Autor Daniel Suarez im Gespräch mit Frank Rieger, Frankfurter Allgemeine Zeitung – Feuilleton – Debatten – Digitales Denken.

Rieger: In Ihrem zweiten Buch, „Darknet“, führen Sie die Idee autarker Gemeinschaften ein, die sich auf wissenschaftliche und technologische Durchbrüche stützen, die zwar bereits funktionsfähig sind, aber nicht genutzt werden, weil sie sich im gegenwärtigen System nicht profitabel einsetzen lassen. Sie haben offenbar viel Zeit darauf verwandt, sich vielversprechende Technologen anzuschauen, zum Beispiel den CR5-Prozess, mit dessen Hilfe man flüssigen Treibstoff aus Luft und Sonnenenergie herstellen kann.

Dann folgen gute Fragen von Rieger

Glauben Sie, man kann tatsächlich Alternativen zum gegenwärtigen System aufbauen, mit Gemeinschaften, die auf dem Gedanken einer dezentralen, nachhaltigen Hightech-Ökonomie basieren?

Hat die Menschheit ausreichend ungenutzte oder unveröffentlichte wissenschaftliche Fortschritte angesammelt, die man dazu nutzen könnte?

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Foto: Pixabay Sonnenkraft

Suarez: Die CR5-Technologie (Counter Rotating Ring Receiver Reactor Recuperator), die ich in „Darknet“ darstelle, benutzt ein Ferritmaterial und Sonnenenergie für die chemische Umwandlung von Kohlendioxid in Kohlenmonoxid, gewissermaßen eine energetische Aufladung oder eine Umkehrung der Verbrennung. Dadurch entstehen chemische Bauteile, die für die Synthese von Brennstoffen wie Methanol oder anderen petrochemischen Stoffen aus Luft erforderlich sind. Ob es genügend Technologien dieser Art zur Versorgung alternativer Gemeinschaften gibt, ist eine gute Frage. Schon jetzt erleben wir eine Revolution im Micromanufacturing – den sogenannten „Fab-Labs“ (Fabrikationslabors). Diese computergestützten Produktions- und Verarbeitungssysteme können auf der Grundlage von Computermodellen Endprodukte für Verbraucher herstellen und bieten Gemeinschaften bei entsprechender Vernetzung die Möglichkeit, Ausrüstungen und elektronische Bauteile herzustellen, deren Produktion ansonsten die am Ort vorhandenen Fähigkeiten überstiegen. Solche Verfahren sind auf den aktuellen Märkten nicht so kostengünstig wie die Massenproduktion, aber in einer Welt, in der das Erdöl irgendwann 350 Dollar pro Barrel kostet und politische Unruhen an der Tagesordnung sind, wird ein Transport von Waren aus Niedriglohngebieten um die halbe Erde kaum mehr praktikabel sein.

Ob Micromanufacturing und lokale Landwirtschaft tatsächlich eine brauchbare Alternative darstellen, wird von der lokalen Energieversorgung abhängen – denn Energie bildet das Fundament moderner Gesellschaften, und wenn ausreichend Energie zur Verfügung steht, können auch Stoffe chemisch umgewandelt werden. Dazu bedarf es einer nachhaltigen lokalen Energieerzeugung. Der freie Markt prüft alle sauberen Energiealternativen, die nach Preis und Ertrag mit fossilen Brennstoffen konkurrieren können, aber bislang unterbieten die fossilen Brennstoffe in den Kosten pro Energieeinheit alle übrigen Energiequellen mit Ausnahme der Atomkraft – sofern man nicht die astronomischen Kosten einer nuklearen Katastrophe einrechnet.

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Foto: Pixabay Blitz

Wir sollten uns jedoch hüten, die Maßstäbe des aktuellen Wirtschaftssystems anzulegen, wenn wir das Kosten-Nutzen-Verhältnis alternativer Energiequellen prüfen. Mächtige Finanzinteressen haben erfolgreich dafür gesorgt, dass ihnen Steuervergünstigungen gewährt, Umweltauflagen gering gehalten und potentielle Konkurrenten mit beträchtlichen Restriktionen belastet werden. Außerdem werden zahlreiche Kosten der Produktion fossiler Brennstoffe externalisiert und der Allgemeinheit aufgebürdet, so dass sie nicht in den Preis pro Energieeinheit eingerechnet werden – man denke etwa an die Kosten des Klimawandels und von Umweltschäden wie der BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Oder auch an die geradezu prohibitiven Kosten weltweiter Militäraktionen zur Sicherung ferner Ölquellen. Wenn man all diese Faktoren einrechnete, würden die wahren Kosten des Status quo sichtbar und die Kosten pro Kilowattstunde Wind- oder Solarenergie erschienen nicht mehr so haarsträubend hoch. Und schließlich, wenn unsere Gesellschaft neu strukturiert und in lokale Ökonomien aufgeteilt würde, so dass ein Salatkopf nicht im Durchschnitt 1500 Kilometer transportiert würde, bevor er auf den Markt kommt, wenn die Menschen wieder lokal zu leben und zu arbeiten begännen und untereinander durch vermaschte Netze verbunden wären, sänken auch die Energiekosten für den Transport und die Kostensteigerung pro Einheit sauberer Energie fiele um eine Größenordnung geringer aus. Werden wir den aktuellen Lebensstandard auch ohne neue Wundertechnologien halten können? Wir sind dabei, das herauszufinden.

Rieger: Die Frage, welche Staatsform die Menschheit braucht, um die kommende Krise zu bewältigen, zieht sich ganz buchstäblich als roter Faden durch „Darknet“. …

Suarez: … Ich glaube, die fundamentale Frage unserer Zeit lautet, ob die Technologie uns befreien oder versklaven wird. Wir müssen diese Frage rasch beantworten und dürfen das Ergebnis nicht dem Zufall überlassen. Das Schicksal zukünftiger Generationen hängt davon ab, dass wir an diesen Scheidewegen den richtigen Weg wählen. Wie bei allen komplexen Systemen erzeugen frühere Entscheidungen ein Trägheitsmoment, das spätere Revisionen erschwert. Wenn wir also weiterhin ein System konstruieren, das Macht und Entscheidungen zentralisiert, das immer stärker auf Massenproduktion und Gleichförmigkeit setzt, um die Erträge zu maximieren, schaffen wir etwas, das nicht mit Demokratie vereinbar ist und sich notwendigen Veränderungen widersetzt. Es ist von lebenswichtiger Bedeutung, dass wir Systeme konstruieren, die zu demokratischen Strukturen passen und sie stützen – dass wir unsere Werte fest in der DNA dieser neuen technologischen Welt verankern, damit schrittweiser Wandel, Vielfalt und dezentrale Entscheidungen weiterhin möglich sind. …

Quelle des ganzen – sehr lesenswerten – Artikels
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/gespraech-mit-daniel-suarez-wir-werden-mit-system-erobert-14089.html

KOMPLEXE ZUSAMMENHÄNGE IN FORM VON GESCHICHTEN TRANSPORTIEREN UND DIE KERNBOTSCHAFT MIT STARKEN BILDERN UNTERMAUERN

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Foto: Pixabay Architektur des Menschen

Wenn es den Ansatz der Architektur des Menschen gibt, wie z. B. ‚Der vitruvianische Mensch‘ …

Der Name stammt nicht von Leonardo da Vinci selbst, sondern aus der Kunstgeschichte. Er erinnert an den römischen Architekten Vitruvius, ca. 80–70 v. Chr. bis ca. 10 v. Chr.. Vitruvius stellt darin unter anderem die Theorie des wohlgeformten Menschen.

… dann könnten wir doch auch einen Ansatz ARCHITEKTUR DER VERÄNDERUNG IN GEMEINSCHAFTEN anbieten, der die Werte des Grundgesetzes beinhaltet.

DIE QUELLEN KREATIVER LÖSUNGEN BEI DEN PIRATEN SIND DIE AGs

Welche Geschichten können die AGs der PIRATEN schreiben?
Welche Bilderwelten entstehen in den AGs der PIRATEN?

WELCHE GESCHICHTEN KÖNNTEN VON PIRATEN ERZÄHLT WERDEN?

Ich bin sehr gespannt auf eine PIRATEN-Resonanz. 

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Foto: Pixabay Menschheit

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PIRATEN 2013: Vergiss die Vollkommenheit und strebe nach Veränderung

Piratengedanken

Mach mit beim Piratenwahlkampf 2013

Der nächste logische Handlungsschritt in der Wahlkampfvorbereitung 2013 ist Ideen zu bündeln und eine externe Kommunikationsstratgie auszuarbeiten, die das Handeln der PIRATEN dem Bürger rüberbringt. Und das passiert bereits: Hier eine Aktion zum Wahlkampf der PIRATENPartei.

Genauso notwendig ist eine interne Kommunikationsstrategie, um in der BundestagsWahl 2013 handlungsfähig zu sein.

Diese beginnt damit nach innen zu hören und zu lesen. Sie verschafft sich Erkenntnisse darüber, wo die PIRATEN gerade stehen. Was ist das Selbstverständnis (Werte) der PIRATEN und wie ist die augenblickliche interne Stimmung?

Drei Artikel stellvertretend für meine persönlichen Beobachtungen

Wolfgang_Gründinger_Meine_kleine_VolksparteiWolfgang Gründiger: Er bringt seinen Eindruck zur Partei ganz gut auf den Punkt. Ich glaube auch, dass die Aussage „Bei meinem Flirt mit den Piraten habe ich viel gelernt“ bereits heute für mich stimmig ist. Sein emotionales Erleben als Neuankömmling bei der PIRATENPartei kann ich zwar auch bestätigen, aber anders als er, kann ich von ein paar sehr positiven Begegnungen mit den PIRATEN berichten, in denen ich spontane und freundliche Wertschätzung als Neuankömmling erfahren habe.

Sascha_Lobo

Auch bringt es Lobo sehr schön auf den Punkt: „Ein Amt in der Piratenpartei erfordert die Aufgabe der eigenen politischen Meinung. Diesen Zwiespalt und den Druck hält nicht jeder aus – Schwarmlobbying und Schwarmmobbing liegen dicht beieinander.“ Das ist allerdings eine Tatsache, die ich voll bestätigen kann und dich mich persönlich sehr zum Nachdenken auffordert. Diese Tatsache hat das Image der PIRATEN in den letzten sechs Monate sehr negativ geschädigt.

Androhung von körperlicher Gewalt: Ein No-Go!
Und gestern Abend verstärkte sich mein Eindruck nach notwendiger interner Veränderung als ich den Blogbeitrag von Sebastian Nerz las http://www.tirsales.de/blog/tirsales/2013/02/20/zu-dem-austritt-von-lars, in dem er den Ausritt von Lars Pallasch kommentierte. http://larspallasch.de/ kommentiert. Hier geht es um die Androhung von körperlicher Gewalt. Dies ist ein No-Go! In der Konfliktspirale sind wir schon viel zu weit vorwärts gegangen und haben einzelnen erlaubt Ihr Müdchen zu stillen.

Eskalationsstufen_Glasl

Die Abwärtsspirale der Eskalation von Konflikten lässt sich durch Neun-Stufen-Modell von Friedrich Glasl veranschaulichen.

Damit tun wir uns als PIRATEN ganz und gar nichts Gutes. Wir können diese Umstände nicht einfach ignorieren. Wir bestätigen die Unsicherheit der potentiellen Wähler uns ihr Mandat zu schenken. Und systemisch ist es so, dass diese Zerstrittenheit in der Partei das ist, was die Gesellschaft, die Öffentlichkeit von uns aufgreift. Und wir bestätigen ihre Angst, dass es doch keine Hoffnungsträger gibt. Denn Tatsache ist, dass sobald Angst im Spiel ist, schaltet sich die Nebenrinde im Gehirn aus (Sitz von Erfahrungen, Kreativität, Lösungen etc.) und wir verfallen unseren ganz alten Vorgehensweisen: Angriff, Verteidung oder einfach tot stellen. So können die Wähler nicht in den Prozess der Veränderung mit den PIRATEN gehen.

Fazit: Wir als PIRATEN stehen vor kommunikativen Herausforderungen, die systemisch bedingt sind.

Graves_Wachstumsspirale

Graves – Was zeichnet eine reife Persönlichkeit aus?

In der Betrachtung des Graves-Modell „Was genau macht einen psychisch gesunden Menschen aus?“ sehe ich folgende Situation bei den PIRATEN.
Nächeres hierzu vorab unter http://angelikabrandner.wordpress.com/?page_id=701&preview=true

Ich habe wahrgenommen, dass es  bei den Piraten viele Egomanen gibt. Das macht es schwierig voran zu kommen.  Gleichzeitig spiegelt es unseren IST-Zustand in der Gesellschaft wieder.
Wir sind ein Teil dieses Gesellschaftssystemes „Bundesrepublik Deutschland“ und können nur bedingt systemunabhängig handeln.

Eine wichtige Voraussetzung zur Veränderung: Wir machen uns diese negative Entwicklung einmal sehr nüchtern bewusst.
Klingt sehr banal ist aber sehr effektiv und mit einer schmerzhafter Erkenntnis verbunden: Wir sind ja so fest von uns überzeugt, anders wie die anderen da drausen zu sein. Dem ist aber nicht so! Nach außen leben wir schlechte Politk 1.0, wie andere Parteien es bereits vor uns bewiesen haben und immer noch tun. Der Umstand bei den PIRATEN, dass anders Denkende und die damit einhergehenden vielschichtigen Strömung von Meinungen in der Partei, dem rüpelhaften Umgang (= emotionale Gewalt) zum OPFER fallen, finde ich sehr bescheiden im Hinblick auf das Verständnis von transparenter Demokratie. Nur, es allein zum Preis von anderen zu gestalten in dem eine Geringschätzung und Unversöhnlichkeit gelebt wird, ist schlicht und ergreifend unreflektiert, um nicht zu sagen dumm oder milde ausgedrückt „Denn sie wissen nicht was sie tun!“ Und es spiegelt uns auch, dass die meisten wohl noch gar nicht verstanden haben, um welche große Herausforderung es eigentlich geht. „Hä?“, höre ich und gleich darauf ein wütendes Aufstampfen. Wie kleine Kinder eben, die erst einmal durch ihr eigenes persönliches Wachstumsmomentum gehen müssen.

Bildschirmfoto 2012-10-12 um 17.25.18Ja, es geht darum, sich seiner persönlichen Bedürfnisse bewusst zu werden.
Viele von uns sind achtsamer mit sich selbst und es ist ihnen durchaus bewusst, wie wir als Menschen (nicht-)funktionieren. Meine Befürchtung ist, dass ein lauter Haufen narzistischer und emotionaler unbewusster Menschen, die gefühlte Oberhand und damit gefährlich mit einer ihnen gefühlten Macht spielen. Wenn wir diesen Playern weiter freien Lauf lassen emotionale Gewalt (körperliche Gewalt wurde sogar angedroht) darzustellen und auszuleben, werden Wähler uns nicht ihr Vertrauen ausprechen können.

RESPEKT: Und hier stehen doch Vorbilder!
Das begeistert mich nach wie vor immer wieder aufs Neue: Es gibt tatsächlich viele gute Menschen mit interessanten Ideen und die Leidenschaft von alten und neu gedienten PIRATEN, die eine super Arbeit auf ehrenamtlicher Basis durchführen. Sie sind nur leiser, geduldiger und haben Hoffnung für den Wachstumsprozess, den wir gerade durchlaufen. Vorbilder eben!

Wenn wir uns intern diesem Misstand mit diesen starken Menschen stellen und sogar darauf hinarbeiten Lösungen umzusetzen, werden wir automatisch auch ein Mandat zur Mitsprache in Deutschland haben. Wir haben es bereits bewiesen, dass wir ein wichtiger Teil dieser heutigen Gesellschaft sind. Jetzt sollten wir auch zeigen, dass wir selbst durch tiefgreifende Veränderungen gehen können und das auf eine transparente Art und Weise.

BeziehungDeshalb benötigen wir eine neue interne ART UND WEISE, wie wir kommunizieren mit dem Ziel unsere Kräfte zu bündeln, um die externe Kommunikationsstrategie „Wahlkampf 2013“ zu gestalten.

Das wird uns gelingen, wenn wir die Grabenkämpfe JETZT beenden.

Es ist Zeit das krankhafte Misstrauen aufzulösen

  • Wir können es nicht länger zulassen unreflektiert vor uns hinzudümplen.
  • Wir als PIRATEN sollten schleunigst aufhören auf die zu hören, die ständig Aggression (emotionale Gewalt) verbreiten und anfangen auf die Stimmen zu hören, die gewaltfrei und mit Wertschätzung nach innen und außen kommunizieren können! und dabei Perspektive für mehr Handlungsmöglichkeiten aufzeigen!
  • Wir können es uns nicht leisten, die Stimmen aus dem System „Gesellschaft“ unreflektiert stehen zu lassen (Umgang mit den Meinungsbildner außerhalb der PIRATENPartei).

Der Preis, der zu zahlen ist, heißt, ich werde den anderen PIRATEN vertrauen und respektvoll mit dem mir entgegengebrachten Vertrauen umgehen
Und das ist ein Quantensprung für die PIRATEN in einem gesellschaftlichenSystem, dass von Angst getrieben ist! Schaffen wir diesen Sprung aber nicht innerparteilich zu leben, dann ist unsere Leidenschaft PIRAT nach außen zu sein, eine vertane Liebesmüh. Wir sind einfach nicht glaubwürdig.

Als Visionärin fühle ich, dass diese Zeitepoche über unsere Zukunft entscheidet. Deshalb weiß ich, dass ein Dabeisein wichtig ist für die folgende Generation.

Ausgangspunkt ist unser Werteverständnis
Eine Voraussetzung erscheint mir die Auseinandersetzung mit den beschriebenen systemischen und exestientiellen Problemen. Wir sollten an uns und an das System „PIRATENPartei“ die folgenden Fragen stellen:

  • Welchen Preis bin ich bereit persönlich zu zahlen?
    An welcher Stelle stehe ich persönlich in diesem System PIRATENPartei?
    Wie reagiert das System auf mich und wie reagiere ich auf das System?
  • Sind wir als System reif genug? Haben wir in unserem eigenen Veränderungs-Prozesse bereits genügend Kompetenzen erworben? Wecken unsere Erkenntnisse den Bürger? Wird er uns sein Mandat geben, wenn wir ihm sagen, dass es nicht um Vollkommenheit geht, sondern um die Gestaltung von Veränderungsprozessen, die wir mit seiner Stimme als PIRATENPartei in diesem unseren Gesellschaftssystem „Deutschland“ einbringen wollen?

Maßnahmen für die Stärkung der PIRATEN

Bildschirmfoto 2012-10-16 um 20.53.26Gespräche sind zu führen und ein Dialog intern zu optimieren
Meinungen sind weiterhin einzuholen und noch benutzerfreundlicher zu dokumentieren, so dass jeder einzelne weiß, wie realistisch Aufwand und Effizienz seiner Bemühungen in der PIRATENPartei sind und wo genau Gleichgesinnte aktiv sind. Technisch sehe ich das Liquide Feedback als einen Anfang, wobei ich u. a. die Stimmenübertragung und keine Möglichkeit eine deligierte Meinung zeitlich zu begrenzen als kritisch ansehe.

Das Etablieren einer Kollektiven Intelligenz

Wertvolle Erkenntnisse in unsere eigenen Prozesse noch bewusster suchen und integrieren
Nach Dr. Clare W. Graves oder Prof Dr. Kruse müssen wir begreifen, dass es um einen gesunden Wechsel zwischen Führung und Basis geht.  Das Installieren einer Heterarchie. Die Technik ist dabei eine Sache (Liquid Feedback), aber wenn wir nicht beginnen in einer Struktur des Vertrauens ineinander zu handeln, habe wir nicht den Funken einer Chance zur Veränderung. Dann bleibt das Projekt „Piraten“ ein Kindergarten-Experiment im System „Deutsche Gesellschaft“.

Ein weiterer möglicher Weg aus der Misere – Erkenntnisse aus der mediativen Organisationsentwicklung übernehmen
Die Energie, die wir heute noch für unsere unausgegorene Konfliktsturktur verwenden, ist neu zu kanalisieren. Arnold Mindell ist hierin ein Vorbild. Arnold Mindell ist ein US-amerikanischer Psychotherapeut und Schriftsteller. Er begründete die prozessorientierte Psychologie. Er lebt in Portland im US-Bundesstaat Oregon. Seine 19 Bücher wurden in 20 Sprachen veröffentlicht.http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Mindell
Er kann im politisch Umfeld beweisen, dass sein Ansatz funktioniert.

Das Ziel: Das Wissen von Vorbild in das System der PIRATENPartei einfliessen lassen, um so kontroverse Meinungen zu einem Nährboden für Veränderungen werden zu lassen.